Waldbrände auf Kreta

Inhaltsverzeichnis

Alarm auf Kreta: Alarmstufe Rot für Brände auf Kreta – Die Temperaturen steigen, kein Regenfall und trockner Boden!

Griechenland hat jedes Jahr mit Waldbränden zu kämpfen. Betroffen sind nicht nur Festland in der Nähe von Athen, sondern auch sämtliche Inseln, wie Rodos und Evia. Diese Umweltkatastrophen werden als Folgen des Klimawandels betrachtet. Doch viele Male wurde auch bestätigt, dass es sich um Brandstiftung gehandelt hat. Um solche Naturkatastrophen zu meiden, werden während der Saison die Hitzewellen kontrolliert und der Besuch in die Natur eingeschränkt. In zahlreichen Gebieten Kretas besteht die Gefahr, dass es zu Wildbränden kommen kann. Welche das sind, ob auch touristische Gebiete davon betroffen sind und ob ihr euren Urlaub wegen den Wildbränden absagen solltet, klären wir in diesem Beitrag auf.

Wir updaten den Beitrag seit 2021 regelmäßig. Auch die älteren Brände werden hier aufgelistet, sodass ihr euch ein Bild machen könnt. Weiter unten findet ihr die informative Angaben zu den Waldbränden seit 2021.

Hinweis der Redaktion:
Dieser Artikel wird laufend aktualisiert. Alle Informationen entsprechen dem jeweils aktuellen Stand der Behörden und Einsatzkräfte. Da sich die Lage durch Wind und Wetter kurzfristig ändern kann, ergänzen wir neue Entwicklungen fortlaufend.

Bei Notfällen informieren wir euch über unseren Instagram Broadcast Channel.

Welche Gebiete sind von Bränden gefährdet?

Prognose-Karte für Brandgefahr

Update: 01.08.2026

Da in den letzten Tagen auf der Insel mehrmals Waldbrände ausgebrochen sind, ist es von großer Wichtigkeit jetzt zu teilen, dass noch immer Waldbrandgefahr besteht. Die Gefahr ist hoch und es ist Vorsicht geboten.

Sehr hohe Waldbrandgefahr auch 01. August 2026

Für Samstag gilt auf Kreta erneut eine sehr hohe Waldbrandgefahr der Kategorie 3 und 4.

Bewohner und Urlauber sollten alle Tätigkeiten vermeiden, durch die Feuer oder Funken entstehen könnten. Dazu zählen unter anderem:

  • offenes Feuer und Grillen in der Natur
  • das Verbrennen von Abfällen oder Pflanzenresten
  • Arbeiten mit Geräten, die Funken erzeugen
  • das Wegwerfen von Zigaretten

Bei Rauchentwicklung oder einem Feuer sollte umgehend die europäische Notrufnummer 112 gewählt werden.

Die Karte ist von der offiziellen Quelle der Regierung (vom Ministerium für Klimakrise und Katastrophenschutz) entnommen. Hier eine grobe Übersetzung der Legende für die Kategorien der Brandgefahr:

grün – niedrig
blau – mittel
gelb – hoch
orange – sehr hoch
rot – Alarmstufe

Aktuelle Waldbrände auf Kreta- 2026

Lage in Rethymno entspannt sich – Neue Feuer bei Imbros schnell eingedämmt

🔴 Live-Ticker – Stand: 1. August 2026, 23:00 Uhr

  • Im Süden von Rethymno gibt es derzeit keine aktive Hauptfeuerfront mehr.
  • Die Feuerwehr bleibt dennoch mit starken Kräften im gesamten Brandgebiet im Einsatz.
  • Glutnester und kleinere Wiederaufflammungen werden weiterhin laufend bekämpft.
  • Löschhubschrauber konnten heute erstmals wieder wirksam eingesetzt werden.
  • Die Schäden werden inzwischen systematisch erfasst.
  • Mehrere Dörfer kämpfen weiterhin mit Stromausfällen nach den Bränden.
  • Die Ermittlungen zur Brandursache dauern an.
  • Der verantwortliche DEDDIE-Mitarbeiter wurde unter Auflagen wieder freigelassen.
  • In den Sfakia brach am Abend bei Imbros ein neuer Vegetationsbrand aus.
  • Die Feuerwehr konnte eine Ausbreitung verhindern, die Lage gilt inzwischen als deutlich entspannt.

Keine aktive Feuerfront mehr in Rethymno

Nach drei Tagen im Dauereinsatz hat sich die Lage im Süden von Rethymno erstmals deutlich verbessert. Nach Angaben der Einsatzkräfte gibt es derzeit keine aktive Hauptfeuerfront mehr.

Von einer vollständigen Entwarnung kann jedoch noch nicht gesprochen werden. Die starken Winde halten weiter an und können jederzeit neue Glutnester entfachen. Deshalb sichern Feuerwehrkräfte weiterhin die gesamte Brandfläche und kontrollieren kleinere Rauchentwicklungen sowie schwer zugängliche Bereiche.

Erstmals seit Beginn der Großbrände konnten auch Löschhubschrauber wieder eingesetzt werden, nachdem die Windverhältnisse im Laufe des Tages günstiger wurden.

Das Ausmaß der Schäden wird sichtbar

Während sich die Lage langsam beruhigt, wird das wahre Ausmaß der Zerstörung immer deutlicher. Große Waldflächen, Olivenhaine, landwirtschaftliche Betriebe sowie private Grundstücke und Gebäude wurden durch die Brände zerstört oder schwer beschädigt. Die zuständigen Behörden beginnen nun Schritt für Schritt mit der offiziellen Schadensaufnahme. Auch die Stromversorgung ist in mehreren Dörfern weiterhin beeinträchtigt. Beschädigte Stromleitungen und Masten werden derzeit unter schwierigen Bedingungen repariert.

Ermittlungen zur Brandursache laufen weiter

Parallel zu den Aufräumarbeiten dauern auch die Ermittlungen zur Ursache des Großbrandes an. Der verantwortliche Betriebsleiter des regionalen Stromnetzbetreibers DEDDIE wurde nach seiner Vorführung unter Auflagen wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Ermittlungen gegen ihn werden jedoch fortgeführt. Zusätzlich werten Polizei und Feuerwehr weiterhin Videoaufnahmen und weitere Beweismittel aus. Offizielle Angaben zur Brandursache gibt es bislang nicht.

Neuer Vegetationsbrand bei Imbros

Während sich die Lage im Süden Rethymnos beruhigte, musste die Feuerwehr am Samstagabend erneut ausrücken. Im Gebirge bei Imbros in den Sfakia brach ein Vegetationsbrand auf rund 1.200 Metern Höhe aus. Sieben Löschfahrzeuge, 20 Feuerwehrleute, eine Fußtruppe sowie ein Löschhubschrauber verhinderten eine Ausbreitung auf das angrenzende Waldgebiet. Nach Angaben der Feuerwehr befindet sich der Brand inzwischen in einer Ruhephase. Wohngebiete waren zu keinem Zeitpunkt unmittelbar gefährdet.

Hinweis für Urlauber

Die Situation im Süden von Rethymno hat sich deutlich verbessert. Trotzdem bleiben die Einsatzkräfte in Alarmbereitschaft, da starke Winde jederzeit neue Glutnester entfachen können. Wer Ausflüge in die Regionen rund um Preveli, Krya Vrysi oder andere Brandgebiete plant, sollte sich weiterhin vorab über die aktuelle Lage informieren und mögliche Anweisungen der Behörden beachten. Andere Urlaubsregionen Kretas sind von den heutigen Entwicklungen nicht unmittelbar betroffen.

Neue Evakuierungen und starke Wiederaufflammungen im Süden Rethymnos, 31. Juli 2026

Übersicht – Stand: 31. Juli 2026

  • Die Lage im Süden von Rethymno ist besser als am Vortag, der Brand aber weiterhin nicht vollständig unter Kontrolle.
  • Hinter dem Palmenwald von Preveli kam es im Bereich Frati zu einer größeren Wiederaufflammung.
  • Neue 112-Warnungen wurden für Gefyra, den Bereich am See von Preveli und Drimiskos verschickt.
  • Bewohner und Besucher sollten sich je nach Standort nach Lefkogeia beziehungsweise Spili begeben.
  • Badegäste am Strand von Preveli wurden erneut vorsorglich aus dem Gebiet gebracht.
  • Mehr als 200 Feuerwehrleute sind weiterhin im Einsatz.
  • 36 zusätzliche Feuerwehrkräfte aus Westgriechenland trafen am Freitag auf Kreta ein.
  • Mehrere Versuche, Löschhubschrauber einzusetzen, scheiterten an den starken Winden.
  • Die offizielle Erfassung der Schäden soll Anfang der kommenden Woche beginnen.
  • Als mögliche Brandursache wird auch ein Defekt an einer Stromleitung geprüft. Belege dafür liegen bislang nicht vor.

Größere Wiederaufflammung hinter Preveli

Am Freitagnachmittag kam es hinter dem Palmenwald von Preveli im Bereich Frati zu einer größeren Wiederaufflammung. Starke Winde fachten die Flammen erneut an und zwangen die Feuerwehr dazu, ihre Kräfte innerhalb kurzer Zeit neu zu verteilen. Auch in den Bereichen Triopetra, Kerames und Kourtaliotiko-Tal mussten Einsatzkräfte weiterhin gegen kleinere und größere Wiederaufflammungen vorgehen. Die Lage war im Tagesverlauf zeitweise ruhiger als am Donnerstag. Von einer vollständigen Kontrolle konnte jedoch weiterhin nicht gesprochen werden.

Neue Evakuierungen rund um Preveli und Drimiskos

Aufgrund der erneuten Ausbreitung des Feuers wurden am Freitag weitere Warnmeldungen über das System 112 verschickt.

Bewohner und Besucher der Bereiche Gefyra und See von Preveli wurden aufgefordert, sich in Richtung Lefkogeia zu begeben. Für Drimiskos wurde ebenfalls eine Evakuierung angeordnet. Die Menschen sollten das Gebiet in Richtung Spili verlassen. Zeitweise wurden auch Badegäste vom Strand von Preveli vorsorglich in Sicherheit gebracht, da sich das Feuer erneut dem weiteren Küstenbereich näherte.

Die Behörden betonen weiterhin, dass Evakuierungsanordnungen nur dann ausgesprochen werden, wenn eine konkrete Gefahr besteht. Bewohner und Urlauber sollten deshalb Warnmeldungen ernst nehmen und den vorgegebenen Routen folgen.

Feuerwehr erhält weitere Verstärkung

Mehr als 200 Feuerwehrleute waren am Freitag weiterhin in der Region im Einsatz. Die Kräfte wurden je nach Entwicklung der Brandherde immer wieder neu verteilt.

Am Morgen trafen mit einem Transportflugzeug vom Typ C-130 zusätzlich 36 Feuerwehrkräfte aus Westgriechenland auf Kreta ein. Sie sollen die bereits seit mehreren Tagen eingesetzten Mannschaften unterstützen und teilweise ablösen.

Der Einsatz der Löschhubschrauber blieb aufgrund des starken Windes eingeschränkt. Nach Angaben des Bürgermeisters von Agios Vasilios wurde mehrfach versucht, Hubschrauber einzusetzen. Einige Maschinen mussten jedoch ohne Wasserabwurf wieder zurückkehren, da die Windverhältnisse keinen sicheren Einsatz ermöglichten.

Damit lag ein großer Teil der Löscharbeiten weiterhin bei den Einsatzkräften am Boden.

Zahlreiche Freiwillige, Vereine, Kirchengemeinden und Unternehmen unterstützen weiterhin die Arbeit der Feuerwehr und die Versorgung der Menschen in der Region. Restaurants und Kirchengemeinden kümmern sich um die Verpflegung der Einsatzkräfte. Der Griechische Rote Kreuz sowie die Organisation „Das Lächeln des Kindes“ sind ebenfalls vor Ort. Zusätzlich wurden Verbandsmaterial, Medikamente und weitere Produkte für die Erstversorgung bereitgestellt.

Rund 55 Quadratkilometer betroffen

Die verbrannte Fläche wird nach einer aktuellen Einschätzung weiterhin auf rund 55.000 Stremmata geschätzt.

Das entspricht ungefähr:

  • 5.500 Hektar
  • 55 Quadratkilometern
  • etwa 7.700 Fußballfeldern

Die betroffene Region erstreckt sich von Krya Vrysi bis in den Bereich von Preveli.

Zu den Orten, die in den vergangenen Tagen vom Feuer erreicht, bedroht oder vorsorglich evakuiert wurden, gehören unter anderem:

Krya Vrysi, Melambes, Agia Galini, Orne, Sachtouria, Agios Pavlos, Agios Georgios, Ammoudi, Kerames, Gefyra, Preveli, Gianniou, Damnoni, Lefkogeia, Asomatos, Drimiskos und Triopetra.

Nicht alle Orte wurden im gleichen Umfang beschädigt. Einige mussten vor allem aufgrund der Windrichtung und der Gefahr neuer Brandherde vorsorglich geräumt werden.

Große Schäden und Beginn der Erfassung

Neben Natur- und Vegetationsflächen wurden auch zahlreiche private und öffentliche Einrichtungen beschädigt.

Gemeldet werden Schäden an:

  • Wohnhäusern und Ferienunterkünften
  • landwirtschaftlichen Betrieben und Stallungen
  • Olivenhainen und weiteren Anbauflächen
  • Nutztieren
  • Wasser- und Bewässerungsnetzen
  • landwirtschaftlichen Zufahrtswegen
  • weiteren kommunalen Einrichtungen

Die offizielle Erfassung der Schäden soll Anfang der kommenden Woche beginnen.

Spezialisierte Teams sollen dann Wohnhäuser, Unternehmen und landwirtschaftliche Einrichtungen überprüfen. Auch der griechische Landwirtschaftsversicherer ELGA soll die Schäden an Feldern, Tieren und landwirtschaftlichen Betrieben aufnehmen. Die Gemeinde Agios Vasilios hat bereits mit der Dokumentation beschädigter Wasserleitungen, Bewässerungssysteme und weiterer Infrastruktur begonnen. Erste Reparaturarbeiten sollen möglichst im August starten.

Neue mögliche Spur bei der Brandursache

Die Untersuchungen zur Entstehung des Großbrandes dauern weiter an. Der Bürgermeister von Agios Vasilios erklärte, es gebe Hinweise darauf, dass möglicherweise ein Defekt an einer Stromleitung eine Rolle gespielt haben könnte. Beweise dafür liegen bislang jedoch nicht vor. Auch andere mögliche Ursachen werden weiterhin geprüft. Damit gilt: Die genaue Brandursache ist weiterhin nicht offiziell bestätigt.

Was Urlauber jetzt wissen sollten

Die Situation betrifft weiterhin vor allem Teile des südlichen Rethymnos.

Ausflüge in die Regionen Preveli, Triopetra, Kerames, Frati, Drimiskos und das Kourtaliotiko-Tal sollten derzeit nur nach vorheriger Prüfung der Lage unternommen werden.

Straßen können kurzfristig gesperrt werden. Auch wenn eine Route in einer Navigations-App geöffnet erscheint, kann sie vor Ort aus Sicherheitsgründen nicht befahrbar sein.

Andere große Urlaubsregionen Kretas sind vom aktuellen Brand weiterhin nicht unmittelbar betroffen.

Wer sich in der betroffenen Region aufhält, sollte:

  • Warnmeldungen des Systems 112 beachten
  • den Anweisungen der Behörden folgen
  • gesperrte Straßen nicht befahren
  • sich bei Unsicherheiten an die Unterkunft oder den Reiseveranstalter wenden

Die Lage am 30. Juli 2026

Der Großbrand im Süden der Präfektur Rethymno beschäftigte die Einsatzkräfte auch am Donnerstagabend weiterhin. Nach Angaben der griechischen Feuerwehr handelt es sich derzeit um den größten aktiven Brandherd Griechenlands.

Insgesamt sind 296 Feuerwehrleute, darunter 15 spezialisierte Waldbrand-Einheiten, sowie 66 Löschfahrzeuge im Einsatz. Zusätzlich wurden Kräfte aus anderen Teilen Griechenlands nach Kreta entsandt, um die örtlichen Einheiten zu unterstützen. Die Löscharbeiten werden vor allem durch starke und wechselnde Winde erschwert. Einzelne Böen erreichten nach Angaben der Feuerwehr Geschwindigkeiten von bis zu 100 Kilometern pro Stunde. Zeitweise wurden Windstärken von bis zu neun Beaufort gemeldet. Dadurch änderte das Feuer immer wieder seine Richtung und führte zu neuen Brandherden und Wiederaufflammungen. Auch Löschflugzeuge und Hubschrauber konnten unter diesen Bedingungen nur eingeschränkt eingesetzt werden.

Die wichtigsten Einsatzschwerpunkte lagen am Donnerstag unter anderem bei Preveli, Triopetra, Ligres, Agia Paraskevi und Kerames. In Agia Paraskevi kamen die Flammen sehr nahe an Wohnhäuser heran.

Seit Beginn des Großbrandes wurden insgesamt 16 Warn- und Evakuierungsmeldungen über das System 112 verschickt.

Neues Feuer bei Asomatos und Preveli

Am Donnerstag brach gegen 13:15 Uhr ein weiteres Feuer im Bereich von Asomatos und am Ausgang des Kourtaliotiko-Tals aus.Für diesen Einsatz wurden zunächst 72 Feuerwehrleute, vier spezialisierte Fußtrupps, eine Katastrophenschutzeinheit, 13 Löschfahrzeuge sowie drei Hubschrauber eingesetzt. Über das Warnsystem 112 wurden Bewohner und Besucher mehrerer Orte aufgefordert, die betroffenen Gebiete zu verlassen. Dazu gehörten unter anderem:

  • Ammoudi
  • Damnoni
  • Lefkogeia
  • Gianniou
  • Kerames
  • der Bereich des Klosters Preveli
  • der Strand und die Umgebung von Preveli

Bewohner und Besucher von Kerames wurden angewiesen, sich in Richtung Drimiskos zu begeben.

Als sich das Feuer dem Strand von Preveli näherte, wurden dort 51 Menschen über den Seeweg in Sicherheit gebracht. An der Rettungsaktion beteiligten sich ein Boot der Küstenwache sowie zwei private Boote. Die Menschen wurden sicher zum Hafen von Agia Galini gebracht. Nach Angaben der Behörden gab es keine Verletzten.

Das historische Kloster Preveli blieb nach aktuellem Stand unbeschädigt. Ein Teil des bekannten Palmenwaldes wurde jedoch vom Feuer erfasst. Wie groß die Schäden an diesem Naturgebiet tatsächlich sind, lässt sich derzeit noch nicht zuverlässig beurteilen.

Rund 45 Quadratkilometer verbrannt

Eine erste Auswertung von meteo.gr, die auf Satellitendaten des europäischen Copernicus-Programms basiert, geht von rund 45.000 Stremmata verbrannter Fläche aus.

Das entspricht etwa:

  • 4.500 Hektar
  • 45 Quadratkilometern
  • ungefähr 6.300 Fußballfeldern

Der später ausgebrochene Brand im Bereich Preveli ist in dieser Berechnung noch nicht enthalten. Die insgesamt verbrannte Fläche dürfte daher größer sein. Eine endgültige behördliche Bilanz liegt weiterhin nicht vor.

Große Schäden in mehreren Orten

Nach und nach wird sichtbar, welches Ausmaß die Brände im Süden Rethymnos angenommen haben. Besonders schwer betroffen ist nach bisherigen Informationen die Region Agios Pavlos. Dort werden erhebliche Schäden an Ferienunterkünften, Gastronomiebetrieben, Freizeitbereichen und weiteren touristischen Einrichtungen gemeldet.

Auch in Sachtouria wurden Wohnhäuser, landwirtschaftliche Gebäude und private Grundstücke schwer beschädigt oder vollständig zerstört. Einige Bewohner konnten bereits zu ihren Häusern zurückkehren und fanden ausgebrannte Gebäude, zerstörte Außenbereiche und beschädigte Infrastruktur vor.

Sachtouria zählt gemeinsam mit Agios Pavlos, Melambes und Orne zu den besonders schwer betroffenen Orten.

Darüber hinaus melden die Behörden Schäden an:

  • Wohnhäusern und Ferienunterkünften
  • landwirtschaftlichen Gebäuden und Stallungen
  • Nutztieren
  • Olivenhainen und Anbauflächen
  • Weideflächen
  • Bewässerungsanlagen und weiterer Infrastruktur

Zu den vom Feuer erreichten oder unmittelbar bedrohten Gebieten gehören unter anderem:

Agios Pavlos, Triopetra, Kerames, Akoumia, Asomatos, Krya Vrysi, Drimiskos, Lefkogeia, Agia Paraskevi, Agios Georgios, Damnoni, Ammoudi, Agia Galini, Preveli, Agalianos, Ligres und Sachtouria.

Nicht alle Orte sind im gleichen Umfang betroffen. Teilweise wurden sie vorsorglich evakuiert oder waren zeitweise unmittelbar bedroht. Die zuständigen Behörden haben mit der schrittweisen Erfassung der Schäden begonnen. Da einige Gebiete weiterhin schwer zugänglich sind, wird die vollständige Bilanz erst zu einem späteren Zeitpunkt vorliegen.

Weitere Brände auf Kreta

Zusätzlich zum Großbrand im Süden Rethymnos kam es am Donnerstag auch in anderen Teilen Kretas zu kleineren Bränden. Oberhalb des Dorfes Kyparissi in der Region Heraklion brannte niedrige Vegetation. Die Feuerwehr konnte den Brand durch ihr schnelles Eingreifen begrenzen, bevor er sich weiter ausbreitete. Auch ein Feuer bei Karydi in der Region Sitia wurde nach Angaben der Einsatzkräfte schnell eingegrenzt. Diese Brände standen nach bisherigem Kenntnisstand nicht in direktem Zusammenhang mit dem Großbrand im Süden Rethymnos.

Ermittlungen und Unterstützung

Die zuständige Abteilung zur Untersuchung von Brandstiftungsdelikten ermittelt weiterhin zur Ursache des Großbrandes. Griechische Medien berichten, dass mehrere Personen im Rahmen der Untersuchungen befragt worden seien. Eine offizielle Bestätigung über Festnahmen, Anklagen oder eine nachgewiesene Brandstiftung liegt bislang jedoch nicht vor. Gleichzeitig unterstützen zahlreiche Unternehmen, Vereine und freiwillige Helfer die Feuerwehr und die Menschen in den betroffenen Regionen. Der Gastronomieverband von Rethymno stellte 300 Mahlzeiten für Feuerwehrleute bereit. Weitere Unternehmen lieferten Wasser, Snacks und andere dringend benötigte Produkte. Auch Apotheken und soziale Hilfsdienste beteiligen sich an der Versorgung besonders schutzbedürftiger Bewohner mit Medikamenten und medizinischem Material.

Was bedeutet die Lage für Urlauber?

Die Brände betreffen vor allem einzelne Gebiete im Süden der Präfektur Rethymno.

Reisende sollten insbesondere Ausflüge nach Preveli, Triopetra, Agios Pavlos, Ligres, Agia Paraskevi und in die umliegenden Regionen vorerst nur nach Rücksprache mit ihrer Unterkunft oder den örtlichen Behörden unternehmen.

Straßen können kurzfristig gesperrt werden. Auch wenn eine Strecke auf einer Navigations-App als geöffnet erscheint, kann sich die Lage vor Ort schnell ändern.

Andere große Ferienregionen Kretas sind von diesem Brand nicht unmittelbar betroffen. Der Reise- und Hotelbetrieb läuft dort grundsätzlich weiter.

Wir halten euch auf dem Laufenden

Wir aktualisieren diesen Beitrag, sobald neue und bestätigte Informationen der Behörden und Einsatzkräfte vorliegen.

Da die Ausbreitung des Feuers stark von den Windverhältnissen abhängt, können sich Straßensperrungen, Warnungen und Evakuierungsanordnungen kurzfristig ändern.

Sobald neue, bestätigte Informationen der Behörden vorliegen, wird dieser Artikel fortlaufend aktualisiert. Bei Notfällen informieren wir euch auch über unseren Instagram Broadcast Channel.

Urlaub auf Kreta – Was bedeutet das für Reisende?

Die aktuellen Waldbrände betreffen vor allem Teile des südlichen Rethymnos sowie den Bereich um Goudouras im Osten Kretas.

Viele bekannte Urlaubsorte der Insel sind derzeit nicht betroffen und der Urlaub verläuft dort wie gewohnt. Dazu gehören unter anderem:

  • Chania
  • Platanias
  • Georgioupolis
  • Bali
  • Rethymno-Stadt
  • Heraklion
  • Hersonissos
  • Malia
  • Elounda
  • Agios Nikolaos

Wer sich in den betroffenen Regionen aufhält, sollte die Warnmeldungen des Systems 112 beachten und d

Feuer in der Nähe von Agia Galini, Rethymno, 29. Juli 2026

Im Süden der Präfektur Rethymno kämpfen Feuerwehr und Einsatzkräfte weiterhin gegen einen großflächigen Waldbrand. Durch die anhaltend starken Winde verändert sich die Ausbreitung des Feuers immer wieder, wodurch sich die Lage laufend neu entwickelt.

Feuerwehr, Zivilschutz, Polizei, Küstenwache und zahlreiche Freiwillige sind im Einsatz, um das Feuer einzudämmen und die betroffenen Ortschaften zu schützen. Besonders in den Abend- und Nachtstunden konzentrieren sich die Löscharbeiten auf die Einsatzkräfte am Boden, da Löschflugzeuge und Hubschrauber ihre Einsätze nach Sonnenuntergang einstellen müssen.

Zahlreiche Orte vorsorglich evakuiert

Im Laufe des Tages wurden über das griechische Warnsystem 112 mehrere Orte im Süden Rethymnos vorsorglich evakuiert.

Betroffen waren unter anderem Krya Vrysi, Sachtouria, Melambes, Agios Georgios, Agios Pavlos, Triopetra, Akoumia, Orne und Agia Galini.

Die Behörden beobachten die Entwicklung des Brandes kontinuierlich und passen ihre Maßnahmen den jeweiligen Wetter- und Windverhältnissen an.

Rettungsaktionen an Land und auf dem Meer

Neben den Evakuierungen mussten auch mehrere Rettungsaktionen durchgeführt werden.

Besonders bei Agios Pavlos wurden Menschen vorsorglich über den Seeweg in Sicherheit gebracht, nachdem sich das Feuer der Küste genähert hatte und eine Evakuierung über Land nicht mehr sicher möglich war.

Insgesamt wurden 31 Menschen mit Booten der Küstenwache sowie privaten Wasserfahrzeugen gerettet. Anschließend brachte man sie gemeinsam mit weiteren Evakuierten in die Sporthalle von Moires, die derzeit als vorübergehende Unterkunft dient.

Die Küstenwache bleibt weiterhin in Bereitschaft, falls weitere Evakuierungen entlang der Küste notwendig werden sollten.

Hotels stellen Zimmer für evakuierte Urlauber bereit

Da zahlreiche Urlauber ihre Unterkünfte verlassen mussten, hat der Hotelverband von Heraklion kurzfristig einen Aufruf an Hotels auf ganz Kreta gestartet.

Unterkünfte mit freien Zimmern werden gebeten, diese für betroffene Gäste zur Verfügung zu stellen. Die Koordination übernimmt der Reiseveranstalter Cretan Holidays, damit Urlauber schnell auf verfügbare Hotels verteilt werden können.

Ziel ist es, allen Betroffenen eine sichere Unterkunft bereitzustellen, bis sich die Lage wieder entspannt.

Erste Schäden in den betroffenen Dörfern

Mit dem Fortschreiten des Brandes wurden auch die ersten Schäden bekannt.

Nach bisherigen Informationen wurden in der Umgebung von Sachtouria mehrere Wohnhäuser durch das Feuer zerstört. Aus der Region ist von rund zehn betroffenen Häusern die Rede. Eine offizielle Schadensbilanz liegt derzeit jedoch noch nicht vor.

Viele Bewohner konnten ihre Dörfer zeitweise nicht erreichen, da Straßen aus Sicherheitsgründen gesperrt waren. Gleichzeitig unterstützten zahlreiche Freiwillige gemeinsam mit den Einsatzkräften die Löscharbeiten und halfen dabei, weitere Häuser und landwirtschaftliche Flächen zu schützen.

Auch in Agia Galini verhinderten Anwohner, Freiwillige und Feuerwehr gemeinsam, dass sich das Feuer weiter in Richtung des Ortes ausbreitete.

Trauer um zwei Feuerwehrleut

Überschattet werden die Waldbrände von einer tragischen Nachricht.

Bei den Löscharbeiten kamen zwei Feuerwehrleute ums Leben. Dabei handelt es sich um den 27-jährigen Pantelis Diamantakis und den 58-jährigen Emmanouil Stratidakis, die beide aus der Region Amari stammen.

Nach griechischen Medienberichten waren sie bis zuletzt an den Löscharbeiten beteiligt und verloren während ihres Einsatzes ihr Leben. Die Beisetzungen finden am Donnerstag in Fourfouras und Gerakari statt.

Neuer Waldbrand an der Südküste von Sitia

Während die Einsatzkräfte weiterhin gegen den Großbrand im Süden von Rethymno kämpfen, ist am Dienstagabend auch im Osten Kretas ein weiterer Waldbrand ausgebrochen.

Betroffen sind die Gebiete Goudouras und Asprolithos in der Region Lasithi.

Über das Warnsystem 112 wurden die Bewohner vorsorglich aufgefordert, die Orte zu verlassen und sich in Richtung Makry Gialos zu begeben.

Die Feuerwehr ist auch dort im Einsatz und beobachtet die Entwicklung der Lage. Den Anweisungen der Behörden sowie der Unterkunft folgen.

Besteht jetzt schon eine Waldbrandgefahr auf Kreta?

Ja, aktuell besteht weiterhin auf der ganzen Insel eine hohe Brandgefahr. Man soll nicht grundlos Feuer zünden und alles meiden, was einen Brand auslösen könnte. Es besteht bei Hitzewellen und starken Winden eine extreme Gefahr für Waldbrände auf Kreta. Alle Sehenswürdigkeiten und beliebten Strände sind aktuell noch zugänglich. Passt auf euch auf und befolgt die Anweisungen der Behörden! Schönen Urlaub allen, die sich gerade auf Kreta aufhalten! 🙂

Wo darf man sich während einer Warnung auf Kreta nicht aufhalten? 

Auf der gesamten Insel gilt das Rauchverbot in Bienenstöcken, das Verbot von Heißarbeiten, das Verbot der Verwendung von Grills und jeglicher Art von Feuer in Wäldern, Wäldern, Grünland und landwirtschaftlichen Flächen, das Verbot der Verwendung von Fluglaternen in der Luft, das Verbot von Pyrotechnik sowie das prophylaktische Verbot der Durchfahrt, des Aufenthalts und der Bewegung von Personen und Fahrzeugen in Natura-Gebieten sowie in Waldökosystemen, Parks und Hainen und anderen gefährdeten Gebieten der Region Kreta.

Für jeden Verstoß, mit Ausnahme der schweren strafrechtlichen Sanktionen, ist im ersten Fall ein Bußgeld von 1.000 Euro und im zweiten Fall ein Bußgeld von 10.000 Euro vorgesehen. Diese Maßnahmen wurden hauptsächlich deshalb getroffen, damit die Brandstiftung verhindert wird. Denn es sind nicht nur hohe Temperaturen und die Dürre Schuld an diesen Bränden…

Solange das Risiko auf der Karte als Orange und Rot eingezeichnet ist, darf sollte man sich in diesen Gebieten nicht aufhalten.

Für die Präfektur Chania

  • die Wanderstrecke E4 von Sougia – Agia Roumeli
  • die Imbros Schlucht
  • die Aradenas Schlucht
  • die Samaria Schlucht (voraussichtlich bis zum Donnerstag geschlossen)
  • die Omalos Hochebene (inkl. Wanderweg)
  • die Anidiri Schlucht bis zum Gialiskari Strand
  • von Sougia bis zum Gialiskari Strand (E4 – Wanderstrecke)
  • Kedrodasos
  • die Agia Irini Schlucht
  • die Topolia Schlucht
  • vom Elafonisi Strand bis zum Krios Strand (komplette Küstenstrecke)
  • die Wanderstrecke von Falassarna bis zur Balos Lagune
  • die Schotterpiste zur Balos Lagune
  • Vorsicht wird auch in einigen Gebieten von Chania geboten. (besonders: vom Venizelou Grab bis zur Unterkunft Villa Royal Sun)

Für die Präfektur Rethymno

  • Wälder von Evilia, Profitis Ilias und Agios Ioannis
  • der Wald von Arkadi
  • Wälder von Kissos, Agouselians und Agios Ioannis
  • der Kourtaliotiko Wasserfall bis zum Gebiet Preveli
  • die Margarita-Schlucht

Für die Präfektur Heraklion

  • Symi der Gemeinde Viannos
  • die Rouvas Schlucht und das Dorf Zaros
  • Keris der Gemeinde Malevizi
  • Fourni und Giuchta der Gemeinde Archanes – Asterousia

Für die Präfektur Lassithi

  • alle Wälder der Präfektur Lassithi
  • Selekano
  • Azilakodasos bei Malia
  • Vathi in der Nähe vom Voulisma Beach
  • Kalo Chorio – Meseleri
  • der Strand Vai
  • Thripti

Auch Öffnungszeiten werden bei solchem Wetter eingeschränkt. So wurden einige Male Bekanntmachungen für Änderungen an den Öffnungszeiten archäologischer Stätten veröffentlicht. Checkt also unbedingt euren Ausflugsort vor eurer Anreise.

Was mache ich, wenn ich einen Wild- oder Waldbrand auf Kreta entdecke?

  1. Bring dich in Sicherheit.
  2. Rufe den Notruf an.
  3. Gib eine möglichst genaue Locationsbeschreibung.
  4. Höre auf weiteren Anweisungen.

Notrufnummern auf Kreta

199 – Griechische Feuerwehr

112 – Europäische Notfallnummer

166 – Notarzt

1591 – Landesforstdienst

100 – Polizei

108 – Küstenwache

Was war letztes Jahr los (2025)?

üher Start mit den Bränden – März 2025

Schon im März kam es in der Region Chania auf Kreta zu zwei bedeutenden Ereignissen im Zusammenhang mit Bränden:​

  1. Waldbrände im Gebiet Apokoronas: Am 13. März 2025 brachen zwei Feuer im Gemeindegebiet von Apokoronas aus. Das erste entstand in den frühen Morgenstunden in einer schwer zugänglichen Waldregion bei Kalami. Später, gegen 14 Uhr, entwickelte sich ein weiteres Feuer in der Nähe von Kavros, das Schilfgebiete zwischen Wohnhäusern und Hotels erfasste. Aufgrund starker Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 8 Beaufort griffen die Flammen rasch um sich und bedrohten bewohnte Gebiete. Die Feuerwehr mobilisierte umfangreiche Kräfte, darunter 30 Feuerwehrleute, 10 Fahrzeuge und ein Löschhubschrauber, um die Brände unter Kontrolle zu bringen. Glücklicherweise konnten größere Schäden an Gebäuden verhindert werden.
  2. Verstöße gegen Feuerverbote: Trotz bestehender Verbote wurden in den letzten Tagen mehrere Personen dabei ertappt, wie sie im Freien Feuer entzündeten. In den Gebieten Mesavlia, Vamvakades und Sfinari wurden drei Personen von den Behörden mit Geldstrafen in Höhe von jeweils 500 Euro belegt, weil sie Pflanzenreste verbrannten, ohne die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Die Feuerwehr betonte die Wichtigkeit, solche Verbote strikt einzuhalten, insbesondere bei den aktuellen Wetterbedingungen, die die Ausbreitung von Bränden begünstigen.
  3. Brand bei Ierapetra: Am 16. März 2025 brach in der Gegend von Prinos, nahe der Gemeinde Oreni in Ierapetra, ein Feuer aus. Trotz schwieriger Wetterbedingungen mit starken Winden gelang es den Einsatzkräften, das Feuer bis etwa 14:30 Uhr unter Kontrolle zu bringen. Im Einsatz waren 38 Feuerwehrleute, zwei spezialisierte Bodeneinheiten, elf Löschfahrzeuge sowie ein Hubschrauber, der mehrere Wasserabwürfe durchführte. Freiwillige und kommunale Wassertankwagen unterstützten ebenfalls die Löscharbeiten. Bemerkenswert ist, dass in derselben Region bereits vor drei Monaten ein Feuer ausgebrochen war, was bei den Anwohnern Besorgnis über mögliche Brandstiftung auslöste.
  4. Brand bei Rethymno: Ebenfalls am 16. März 2025 entzündete sich ein Feuer in einer schwer zugänglichen Gegend bei Geni, Rethymno. Starke Südwinde erschwerten die Löscharbeiten erheblich. Dennoch konnten die Feuerwehrkräfte, unterstützt durch einen Hubschrauber, der Wasserabwürfe vornahm, das Feuer bis kurz nach 14:00 Uhr unter Kontrolle bringen. Insgesamt waren 18 Feuerwehrleute mit neun Fahrzeugen im Einsatz. Trotz der erfolgreichen Eindämmung bleiben die Einsatzkräfte vor Ort, um mögliche Wiederaufflammungen aufgrund der anhaltend starken Winde zu verhindern.

Diese Ereignisse unterstreichen die Bedeutung der Wachsamkeit und schnellen Reaktion der Feuerwehrkräfte auf Kreta, insbesondere unter herausfordernden Wetterbedingungen.

Erster Großbrand des Jahres – Waldbrände auf Kreta im Juli 2025

In den vergangenen Tagen kam es auf Kreta erneut zu mehreren Wald- und Flächenbränden, die eindrücklich zeigen, wie angespannt die Lage während der Sommermonate ist. Besonders betroffen waren die Regionen Ierapetra im Südosten und Chania im Westen der Insel.

In der Umgebung von Ierapetra richtete ein großflächiger Brand erhebliche Schäden an. Neben weiten Wald- und Agrarflächen wurden auch Wohnhäuser, Stromleitungen und Wasserinfrastruktur in Mitleidenschaft gezogen. Zwar konnte das Feuer inzwischen unter Kontrolle gebracht werden, doch einzelne Glutnester sorgen weiterhin für Alarmbereitschaft. Die betroffenen Gebiete – darunter Makry Gialos, die Stadt Ierapetra und Agios Ioannis – stehen offiziell bis Anfang Oktober unter Ausnahmezustand. Einsatzkräfte und Freiwillige patrouillieren ununterbrochen, um ein Wiederaufflammen zu verhindern.

Auch im Westen der Insel, nahe Chania, brach in der Region Agriles ein Feuer aus. Dank der schnellen und gut koordinierten Reaktion von Feuerwehr, Luftunterstützung und Zivilschutz konnte die Ausbreitung frühzeitig gestoppt werden. Der Einsatz verhinderte größere Schäden, obwohl starke Winde die Lage zusätzlich erschwerten. Betroffen waren vor allem Olivenhaine und landwirtschaftliche Flächen – Wohngebäude blieben verschont.

Beide Fälle verdeutlichen, wie wichtig eine schnelle Alarmierung, gut ausgestattete Einsatzkräfte und das Zusammenspiel von Boden- und Luftunterstützung sind, um die Feuer auf Kreta einzudämmen. Die Gefahr bleibt jedoch bestehen – selbst nach dem Löschen eines Brandes, denn die heiße und windige Witterung kann Glutnester jederzeit neu entfachen.

Was war 2024 Jahr los?

In ganz Griechenland wird die erste Hitzewelle für diese Woche (12.06.-15.06.2024) erwartet, dementsprechend beginnen auch die ersten Warnungen. Die letzten Tage wurde Kreta mit max. gelb gekennzeichnet – siehe Legende unten – und das hieß kein Grund für Panik. Vom 26.06. bis zum 03.07. als auch vom 13.07. bis zum 16.07. war Kreta bereits orange. Es bestand also eine höhere Gefahr für vereinzelte Wildbrände auf Kreta.

Der erste große Brand ist auch schon am 25.06. ausgebrochen. Es wurden schon innerhalb weniger Stunden nach Ausbruch Warnmeldungen über Funk an alle Smartphones versendet (Nachts um 1:38 Uhr). Viele haben sich dabei erschreckt. Das Feuer ist 27 Kilometer von Spili (Präfektur Rethymno) entfernt im Süden der Insel. Betroffene Gebiete sind Saktouria, Kato Saktouria, Agios Pavlos, Agia Paraskevi, Triopetra, Akoumia, Melampes und Kria Vrisi.

Hier die Warnmeldung, mit der viele in der Nacht durch den schrillen Sirenenton geweckt wurden.

Der Brand ist nun unter Kontrolle, nachdem Einsatzkräfte und viele freiwillige Helfer vor Ort die ganze Nacht versucht haben, das Feuer zu löschen. Zu Schaden kam es nur an Ackerland. Es konnte trotz der ungünstigen Windrichtung verhindert werden, dass das Feuer in die Dörfer gelangt.

Seit dem 21.07. gibt es vereinzelte Brände verstreut auf ganz Kreta, welche glücklicherweise immer schnell eingedämmt wurden.

Am 24.07. mittags um 12 Uhr brach in der Region Chania auf Kreta ein großer Brand aus, der über 24 Stunden andauerte. Die Flammen bedrohten mehrere Dörfer, und vier von ihnen mussten evakuiert werden. Die Feuerwehr, unterstützt von Luftfahrzeugen, kämpfte unermüdlich gegen das Feuer an. Insgesamt waren über 200 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter auch Verstärkungen aus Athen. Die Brände zerstörten landwirtschaftliche Flächen und Teile des Bewässerungssystems. Ein 75-jähriger Fahrer wurde verhaftet, dessen Auto den Brand ausgelöst hatte. In den ersten Morgenstunden vom 25.07. wurde der Brand unter Kontrolle gebracht.

Am Nachmittag vom 25.07. brach ein weiterer Brand in der Nähe der Mesavlia-Schlucht in der Gemeinde Platanias aus. Die Behörden haben sofort reagiert, um eine Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Besonders in der Mesavlia-Schlucht, wo Wanderer aufgefordert wurden Richtung Deliana die Schlucht zu verlassen. Drei Löschflugzeuge waren sofort vor Ort. Dank des schnellen Eingreifens konnte das Feuer unter Kontrolle gebracht werden.

Großbrand in der Region Rethymno

Seit Mittwoch, den 07.08., brennt es in Amari, nicht all zu weit von Agia Galini im kretischen Gebirge. Mittlerweile ist der Brand nur noch 10 Kilometer vom beliebten Urlaubsort entfernt. Der Waldbrand in der Präfektur Rethymno wurde als Großbrand eingestuft. Der Rauch und die verschmutzte Luft sind bis nach Heraklion zu sehen und zu riechen. Der Brand konnte auch am nächsten Tag (Donnerstag) nicht unter Kontrolle gebracht werden, da es zu viele kleine und vereinzelte Ausbrüche ohne eine große Front gab. Die in der Gegend verbliebenen Kräfte operierten jedoch weiterhin mit hoher Geschwindigkeit. Dennoch sind die starken Winde und die große Ausdehnung der Feuerfront Ursachen für die anhaltenden Flammenausbrüche. 

Es wurden sämtliche Dörfer in der Bergregion evakuiert. Insbesondere wurden 9 Meldungen 112 ausgegeben, nämlich: Agia Paraskevi, Platanos, Apodoulou, Vathiako, Lochria, Adrachtos, Rizikas, Satta und Chordaki.

Hier nochmals ein Visualisierung des aktuell betroffenen Gebiets

Die Prognose für Brandgefahr für den 11.08. ist auf Alarmstufe Rot. Das ist eins der wenigen Male in all den Jahren, wo ich diesen Artikel hier update, dass eine derartige Gefahr ausgesprochen wird. Damit ist auch die Samaria Schlucht für den 11.08. geschlossen und man durfte sich nicht in wäldlichen Gebieten aufhalten.

Der Brand ist nun komplett erloschen. Die Katastrophe in Amari ist wirklich schockierend. Eine kostbare Lunge voller Grünpflanzen und Feldfrüchte hat sich nach dem verheerenden Brand in eine Totenstätte verwandelt. Das Ausmaß der Schäden spiegelt sich dramatisch auf der Karte Kretas wider, da große Anbauflächen und Wälder vollständig zerstört wurden. Es handelt sich dabei um mehr als 10.000 Hektar Fläche.

Luftfahrzeuge sind derzeit nicht im Einsatz und es besteht große Sorge wegen der in der Gegend vorherrschenden starken Winde, die zu Flammenausbrüchen führen können . Die Feuerwehrleute bleiben in höchster Alarmbereitschaft und patrouillieren weiterhin zusammen mit Freiwilligen und Anwohnern, da die Bedingungen schwierig sind und die Situation ständige Wachsamkeit erfordert. Aufgrund des Windes konnte die Feuerwehr das Feuer jedoch nicht vollständig unter Kontrolle bringen. Der einzige Anlass zur Sorge sind die zeitweise starken Windböen.

September 2024 und immer noch Waldbrandgefahr

Am 09.09. sind in den Gebieten, in denen das Feuer erneut entbrannt war, Feuerwehrkräfte in Gruppen im Einsatz. Die neun Dörfer und Siedlungen, die gestern evakuiert wurden, sind seit dem Morgen wieder in Anwesenheit ihrer Bewohner, die versuchen, ihr Leben neu zu organisieren, da alle Einwohner in der Landwirtschaft und einige in der Tierhaltung tätig sind. Es gab nur kleine Feuerherden, die jedoch immer wieder aufflammen. Der Brand in Rethymno stellt derzeit keine einheitliche Front dar, gibt aber dennoch Anlass zu großer Besorgnis . Ein großer Teil der Olivenhaine ist niedergebrannt und in den verbrannten Bereichen, vor allem in den Stämmen der Olivenbäume, schwelt das Feuer weiter.

Das Feuer, das in der Gegend von Amari in Rethymnon ausgebrochen ist, wütet weiterhin unkontrolliert und nimmt äußerst gefährliche Ausmaße an. Der Wind ist der größte Feind, weil er ständig die Richtung ändert und immer wieder Fronten aufflammt. Es wird gehofft, dass morgen über 10 Luftfahrzeuge schon zur Morgendämmerung das Gebiet erreichen werden und das Feuer gelöscht werden kann.

In der letzten Septemberwoche hört man in den lokalen Medien immer noch Waldbrände in bestimmten ländlichen Abschnitten Kretas. So auch heute, am 28.09.2024. Die Feuerwehr wurde heute um 13:45 wegen Rauch zwischen Asi Gonia und Patima Chanias – beides Dörfer nicht all zu weit von Argiroupolis – informiert. Es starteten sofort Feuerwehrtruppen aus Chania und Rethymno, jedoch war es für sie nicht möglich den Brand zu löschen. Das Feuer liegt nämlich in einem Gebiet, welches nicht zugänglich ist. So starteten auch zwei Löschhubschrauber, die es schafften das Feuer unter Kontrolle zu halten. Man berichtet man von insgesamt 4 Hektar Feuerschaden in einem unbewohnten Gebiet – größtenteils pures Grün. Gegen 21:30 haben die Feuerwehrkräfte es geschafft, das Feuer komplett zu löschen.

Es vergehen keine 24 Stunden (29.09.2024) und es erreicht uns eine weitere Feuermeldung aus Rethymno. Kurz vor 16 Uhr wurde die Feuerwehr im Gebiet Agia Triada von Rethymno – nicht all zu weit von dem Urlaubsort Adelianos Kambos – alarmiert und es wurden sofort Löschhubschrauber abgehoben. Alles zeitig erlischt.

Waldbrände auf Kreta (2021, 2022, 2023)

  • in Agios Thomas bei Heraklion, wo am frühen Sonntagnachmittag (8. August 2021) ein Feuer ausbrach. Schon am Montagmorgen hatte das Feuer keine aktive Front mehr, es wurde auf einen kleinen Bereich eingegrenzt. Wie am frühen Montagnachmittag bekannt wurde, wurde es schnell unter Kontrolle gebracht. Anschließend sind noch  5 Feuerwehrfahrzeuge mit zwei Truppen vor Ort geblieben, um eine mögliche Gefahr zu vermeiden.
  • Im Morgengrauen vom Montag (9. August 2021) brach im Bereich Ksirokambi der Gemeinde Platanias ein Feuer aus, das sofort unter Kontrolle gebracht wurde. 

Der Katastrophenschutz der Region Kreta teilt mit, dass gemäß der täglichen Feuerrisikoprognose des Generalsekretariats für Katastrophenschutz für Dienstag, den 10. August 2021 Rethymno und Heraklion sich in der Kategorie 3 (hohes Risiko für Brand) befinden. Risikogebiete, wie die Gemeinden Grotyna und Festos werden deshalb strengstens überwacht und ständig auf Brand kontrolliert. Auf einen möglichen Brand sind alle Einheiten bestens vorbereitet und werden sofort einschreiten. 

Seit dem 5. August 2021 wurde als Vorsichtsmaßnahmen ein Gesetz ausgesprochen, welches als „Außerordentliche Maßnahmen zum Umgang mit Brandgefahr“ bezeichnet wird. Vorläufig gilt das Gesetz bis  Freitag, 13. August 2021, 06:00 Uhr und besagt, dass es im gesamten griechischen Territorium verboten ist, sich in NATURA-Gebieten, Wäldern, Nationalparks und Hainen aufzuhalten, durch diese zu fahren und dort zu wandern. Bei Autofahrten in den Süden ist mit Umleitungen zu rechnen. 

2022 fielen die Brandprognosen milder aus. Dafür wurde 2023 mehrere Male vor einer Brandkatastrophe gewartnt. Es wurden Temperaturen zwischen 39 und 41 Grad Celsius für die letzte Juliwoche (25.07.2023) erwartet. Der Katastrophenschutz war in höchster Alarmbereitschaft. Die Hitzewelle ist voraussichtlich bis zum 27.07.2023 bestehen geblieben. Solange waren auch die Gefahren für einen Wildbrand auf Kreta hoch. Ab dem 30.07.2023 gab es für die gesamte Insel keine Brandgefahr mehr.